- C h e c k l i s t
e PSM für Hilfeleistende –
C h e c k l i s t e PSM (Professional Sexual Misconduct) für
Hilfeleistende
Übersetzung der Checkliste PSM für
Hilfeleistende von Estelle Disch
Haben Sie Schwierigkeiten mit einem Klienten?
Ziel
dieser Checkliste ist es, Sie auf ein mögliches, grenzverletzendes Verhalten im
Umgang mit Ihren Klienten
aufmerksam
zu machen. Es geht hierbei um unzulässiges Verhalten eines Hilfeleistenden.
Probleme beim Überwachen und Handhaben Ihrer Grenzen sind nicht zu vereinbaren
mit effektivem Arbeiten mit einem Klienten. Seien Sie bitte ins Besondere
aufmerksam, sollte eine bestimmte Situation auch weiterhin bestehen bleiben,
selbst wenn Sie schon probiert haben, die Situation zu verändern. Das Resultat
der Checkliste beweist nichts. Sie dient lediglich der Evaluation. Sollte Ihnen
das Resultat der durch Sie ausgefüllten Liste Sorgen bereiten in Bezug auf
einen bestimmten Klienten, und würden Sie darüber gerne mit jemandem sprechen
wollen, können Sie jeder Zeit Konakt mit uns aufnehmen. Wenn Sie ein paar
Kreuze gesetzt haben sollten, könnte es wünschenswert sein darüber
nachzudenken, das Resultat innerhalb Ihrer Intervisionsgruppe und/oder mit
Ihrem Supervisor zu besprechen. Falls die Probleme nicht zu lösen sind, ist es
vielleicht gut, den betreffenden Klienten an einen Kollegen zu verweisen.
Initialen oder Pseudonym des
Klienten__________________________
Dieser Klient fühlt sich eher wie ein
Freund an als wie ein Klient.
Ich erzähle dem Klienten oft von meinen
persönlichen Problemen.
Ich werde durch diesen Klienten sexuell
erregt.
Ich will nach Beendigung der Therapie
eine Freundschaft mit diesem Klienten aufbauen.
Ich warte das Ende der Therapie ab, um
eine sexuelle Beziehung mit diesem Klienten anzugehen.
Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben,
dass Umarmungen beim Abschiednehmen mit diesem Klienten zu lange dauern.
Die Therapiestunden überziehe ich oft.
Ich akzeptiere kleine Geschenke und
Gefälligkeiten dieses Klienten ohne nachzuforschen, warum ich das Geschenk
bekam und warum gerade in dem bestimmten Moment.
Ich lasse mich durch diesen Klienten in
Natura (Güter oder Dienstleistungen) bezahlen.
Ich habe sexuellen Kontakt mit diesem
Klienten gehabt.
Manchmal wähle ich meine Kleidung in
Hinblick auf diesen Klienten aus.
Ich habe an beruflichen und sozialen
Ereignissen teilgenommen, weil mir bewusst war, dass dieser Klient auch
dort sein würde und habe das nicht erst mit ihr/ihm besprochen.
Dieser Klient lädt mich oft zu
gesellschaftliche Anlässen ein, und ich fühle mich nicht wohl dabei, dass
ich ‘ja’ oder ‘nein’ sagen muss.
Manchmal sitzt dieser Klient/diese
Klientin bei mir auf dem Schoß.
Wenn ich diesen Klienten während der
Therapiestunde festhalte oder umarme, fühle ich manchmal, dass der Kontakt
sexualisierend ist, durch einen von uns oder durch uns beide.
Es gibt da etwas, weswegen ich gerne mit
diesem Klienten alleine bin, es angenehm finde, wenn sonst niemand in der
Praxis ist.
Ich schließe die Tür zu, wenn ich mit
diesem Klienten arbeite.
Dieser Klient ist sehr verführerisch, und
ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Dieser Klient schuldet mir noch viel Geld
und ich weiß nicht, wie ich das Problem
lösen kann.
Ich habe diesen Klienten zu einem
öffentlichen/gesellschaftlichen Ereignis eingeladen.
Ich komme oft zu spät zur Therapiestunde
mit diesem Klienten.
Ich mache oft Spaß mit diesem Klienten, schmeichle
ihm/ihr, necke sie/ihn auch regelmäßig.
Ich befinde mich selbst in einer ernsten,
emotionalen Krise und identifiziere mich mit diesem Klienten und fühle
ihren/seinen Schmerz. Dadurch kann ich diesen Klienten kaum gut begleiten.
Ich erlaube diesem Klienten, mich zu
trösten.
Ich habe das Gefühl, dass es viele
Ähnlichkeiten zwischen diesem Klienten und mir gibt.
Dieser Klient macht mir Angst.
Der Schmerz dieses Klienten geht so tief,
dass ich es nur mit Mühe ertragen kann.
Ich genieße es, mich mächtiger zu fühlen
als dieser Klient.
Ab und zu ist es mir alles zuviel mit
diesem Klienten und ich habe das Gefühl, dass ich ihr/ihm nicht gerecht
werden kann in bezug auf ihre/seine Behandlung.
Ich fühle mich oft nicht im Stande
objektiv zu sein mit diesem Klienten und kann dann nicht meine
professionelle Rolle, so wie ich es tun sollte, gut erfüllen. Auch in der
Supervision konnte dieses Problem nicht gelöst werden.
Ich fühle mich oft angegriffen oder unter
Druck gesetzt durch diesen Klienten, und ich habe es bei diesem Klienten
ziemlich schwer meine Stellung zu behaupten. Auch in der Supervision
konnte ich das Problem nicht lösen.
Manchmal hasse ich den Klienten.
Manchmal will ich diesen Klienten strafen
oder kontrollieren.
Ich bin zu besorgt in Bezug auf diesen
Klienten.
Manchmal trinke ich zusammen mit diesem
Klienten Alkohol oder wir nehmen zusammen Drogen.
Ich kontrolliere nicht regelmäßig, was
der körperliche Kontakt, den ich mit diesem Klienten habe, für sie/ihn
eigentlich bedeutet.
Ich passe mich bei diesem Klienten an,
aber werde später ärgerlich und fühle mich
manipuliert.
Das Honorar, das ich nehme, ist nach
meinem Gefühl zu niedrig/zu hoch für diesen Klienten.
Ich habe mit dem Klienten ausgemacht,
dass sie/er einen niedrige Vergütung für meine Dienste bezahlen sollte,
aber nun empfinde ich es so, dass sie/er mehr bezahlen sollte. Sie/er ist
aber nicht im Stande, einen höheren Tarif zu bezahlen.
Dieser Klient hat finanziell in meinen
Betrieb investiert.
Ich habe finanzielle Mittel in den
Betrieb dieses Klienten gesteckt.
Ich habe diesen Klienten angstellt, für
mich zu arbeiten.
Dieser Klient hat mich angstellt, um für
sie/ihn zu arbeiten.
Ich finde es sehr schwierig, mit
Menschen, die mir nahe stehen, nicht über den Klienten zu sprechen.
Ich stelle fest, dass ich diesen Klienten
viel von mir selbst sehen lasse, indem ich persönliche Erfahrungen mit
ihr/ihm teile und wir Gespräche auf gleicher Ebene führen .
Wenn ich eine Liste machen würde von
Menschen, mit denen ich mir vorstellen könnte eine sexuelle Beziehung
einzugehen, stände dieser Klient auf meiner Liste.
Ich rufe diesen Klienten oft an und
bemühe mich, mit ihr/ihm an einem Ort zusammenzutreffen, der für sie/ihn
angenehm ist.
Dieser Klient war bei mir zu Hause
außerhalb der Praxis.
Ich tue soviel für diesen Klienten, dass
ich mich erschöpft fühle.
Manchmal schreie ich den Klienten an.
Ich habe Angst davor, den Klienten zu
sehen.
Ich langweile mich mit diesem Klienten
und wünschte, dass sie/er ihre/seine Behandlung beenden würde.
Neben der professionellen Beziehung
unterhalte ich mit diesem Klienten auch noch eine andere Form von
Beziehung (z.B.: Student, Forschungsassistent, Praktikant, Arbeitnehmer,
Familienmitglied, Freund, Freund eines Freundes etc.).
Dieser Klient leidet soviel Schmerz, dass
ich manchmal denke, es wäre besser für sie/ihn, tot zu sein.
Manchmal wünschte ich mir, dass dieser
Klient tot wäre.
Fügen Sie bitte
persönliche Beispiele hinzu…
Dies
ist eine Üebersetzung der orginalen Checkliste für Professionals “Are You In Trouble With A Client?” von Frau Estelle Disch, Ph.D.. Sie arbeitet unter anderem
als ‘advocate’ (Englischer Term) für Opfer von PSM und setzt sich also für
Klienten ein, die mit PSM tun tun haben/hatten. Mit Anmerkungen oder Fragen zu
dieser Checkliste können Sie sich gerne wenden an: Estelle Disch, Ph.D., BASTA!, Boston Associates to Stop
Treatment Abuse, 528 Franklin Street, Cambridge, MA 02139. Copyright
© 1992. Die englische Originalversion können Sie mit dem folgenden
Link abrufen: http://www.advocateweb.org/basta/introuble.htm
© Uebersetzt durch: Misbruik door Hulpverleners (MdH), Dezember 2006.
www.misbruikdoorhulpverleners.nl